Geschichte
Im Jahr 1552 wir die altwürttembergische Landordnung erlassen. In ihr ist auch die neue Realerbteilung für Württemberg manifestiert, welche bereits im 14. Jahrhundert ihren Ursprung im Süden Deutschlands genommen hatte. Alle Kinder erben denselben Anteil am Familienvermögen. So entstehen über die Jahre immer mehr kleinere, familiäre Weinbaubetriebe, die von dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufkeimenden Genossenschaftsgedanken in besonderem Maße profitieren. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts kümmern sich in Württemberg Weingärtnergenossen um Anbau und Qualität, Vermarktung und Entwicklung von Wein und Weinbau. Heute sind in keinem anderen Anbaugebiet Deutschlands sind so viele Weingärtner Mitglied einer Genossenschaft wie in Württemberg. Nicht weniger als 85% der gesamten Traubenernte wird in genossenschaftlichen Kellereien zu harmonischen Weinen ausgebaut - vom frischen Qualitätswein bis zur exquisiten Auslese.
Gegenwart
Die Weingärtnergenossenschaften beherrschen Tradition und die Regeln des modernen Weinausbaus. Vom schonenden Pressen der Maische über die Gärung in gekühlten Edelstahltanks bis zur fachgerechten Lagerung der Weine. Neben fortschrittlicher Technik sind aber vor allem die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl der Kellermeister gefragt. Leistungsstarke Abfüllanlagen sowie rationelle Warenwirtschafts- und Logistiksysteme runden das Bild eines modernen Genossenschaftsbetriebes ab. Dass dabei die Pflege alter Traditionen nicht zu kurz kommt, beweisen die Barrique-Weine. Für diese Spezialitäten wird nur ausgesuchtes Lesegut in kleinen Eichenholzfässern, den Barrique-Fässern, zu charaktervollen Weinen ausgebaut. Die Gerbstoffe der Eiche werden während der Reifezeit an den Wein abgegeben und verleihen ihm so sein unverwechselbares Aroma das an Vanille, Zimt und Karamell erinnern kann.



