Deutscher Weinpreis 2009

24.09.2009

Kenner trinken Württemberger. Dieser Ausspruch gilt auch für den Deutschen Rotweinpreis 2009, ausgerichtet vom europäischen Weinmagazin Vinum. Mit drei ersten und fünf zweiten Plätzen un-terstrichen die Württemberger Wengerter auch in diesem Jahr wie-der ihr Können im Rotweinbereich. Mit den Weingärtnern Bad Cannstatt, der Weinmanufaktur Untertürkheim und der Württem-bergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) sind gleich drei Mitglieder der Württemberger Weingärtnergenossenschaften unter den ausgezeichneten Betrieben.



2007 Samtrot ***, Weingärtner Bad Cannstatt
2006 Condistat, Weingärtner Bad Cannstatt
2007 Mönch Berthold, Weinmanufaktur Untertürkheim

Für die größte Sensation sorgten dabei die Ergebnisse der Weingärtner Bad Cannstatt: Sowohl mit ihrer Cuvée Condistat in der Kategorie der Cuvées sowie auch mit einem Samtrot bei den klassischen deutschen Sorten belegten die Cannstatter die Spitzenposition. In der starken Gruppe der Cuvées durfte zudem eine weitere Genossenschaft aus Stuttgarter Fluren gemeinsam mit den Bad Cannstattern jubeln. Dicht dahinter erreichte die Weinmanufaktur Untertürkheim mit dem Cuvée Mönch Berthold einen Medaillenrang.

Für eine besondere Überraschung sorgte in diesem Jahr erneut der Trollinger. Württembergs Klassiker gewann in der Kategorie „Unterschätzte Sorten“. Dicht dahinter lief ein Portugieser der Möglinger Weingärtner-Zentralgenossenschaft ein. „Das Ergebnis passt ins Trollinger-Jahr“, stellt Vinum-Redakteur Rudolf Knoll fest. Ein Jahr zuvor hatte ein zweiter Platz für einen Trollinger bereits Begeisterung in Württemberg ausgelöst und zu einem Anstellungsboom beigetragen. Nach weniger als zehn Weinanstellungen in den Vorjahren wurden diesmal über 40 „Trolli“ ins Rennen geschickt; elf davon kamen ins Finale.

Insgesamt wurden 1270 Weine beim Deutschen Rotweinpreis einge-reicht. Das zeigt, dass der seit 1987 ausgerichtete Vinum-Rotweinpreis in der Branche hohes Ansehen genießt – obwohl streng sortiert wird und für das Finale nur 340 Weine ausgewählt wurden. Bis ein Wein an der Spitze platziert, hat er in dem mehrstufigen Wettbewerb mindestens drei Prüfungen bestanden.

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